Gutes Leben – gutes Fleisch

Ein gutes Rinderleben für Wagyus, Angus, Galloway, Grauvieh und die Mischlingsrinder

Zufriedene Rinder nahe der Alster

Zwischen 60 und 70 Rinder beweiden ganzjährig die Wiesen und Weiden meines Hofes nahe der Alster – davon zwei feste gemischte Familienverbände und die Nachzucht.

Die Herde hat einen festen Kern von ca. 30 Rindern, die nicht geschlachtet werden. Dadurch habe ich ein eingespieltes Team, das mich seit Jahren kennt und mir vertraut. Ein gutes Beispiel ist Obelix, ein mittlerweile fünf Jahre alter Mischlingsbulle, der stolze 1200 kg auf die Waage bringt. 

Mit Little, einem Gallowaykalb, kam ich 2009 zu meinem ersten Rind. Ich habe ihn kurzerhand einem landwirtschaftlichen Betrieb abgekauft, da er kurz nach der Geburt geschlachtet werden sollte - er war zu schwach und zu klein. Da auch ein Rind ungern allein ist, kamen im Laufe der Jahre weitere Tiere dazu.

Omi ist mit ihren 13 Jahre mittlerweile die Herdenälteste. Die Anguskuh stieß vor knapp zwei Jahren dazu und hat sich ihr Gnadenbrot bei uns redlich verdient.

Meine Rinder lassen sich in drei Gruppen aufteilen:

  • verschiedene Fleischrinderrassen, 
  • Mischlinge aus Fleischrindern und Wagyu sowie
  • reinrassige Wagyu-Rinder

Zu den Fleischrindern gehören, neben den Wagyu-Rindern, die Rassen Angus, Pinzgauer, Galloway und Grauvieh. Die Herde ist eine echte Multi-Kulti-Truppe, auch wenn der Fokus auf den Wagyu-Rindern liegt.

Wagyu

Diese edle Rinderrasse kommt ursprünglich aus Japan. Auch der Name Wagyu bedeutet nichts anderes als "Japanisches Rind".

Wagyu-Fleisch ist von herausragender Qualität und mit einer sehr intensiven Marmorierung versehen. Das heißt, dass das Fett nicht punktuell verteilt ist, sondern das Muskelgewebe gleichmäßig durchzieht. Dies macht das Fleisch zart wie Butter mit einem Hauch von Karamell im Geschmack. Das Fleisch ist, als weiterer Bonus, cholesterinarm, nährstoffreich und hat im Vergleich den geringsten Anteil an gesättigten Fettsäuren.

In Deutschland werden Wagyu Rinder bisher nur an sehr wenigen Standorten gezüchtet und auch geschlachtet. Alster Waygus ist einer dieser Standorte.

Deutscher Angus

Die deutsche Angus-Rasse sind einfarbig schwarz oder rot mit einem langgestreckten, gut bemuskelten Körper. Die Beine sind im Vergleich dazu relativ kurz. Das alles macht die Angus-Rasse zu ziemlichen Kraftprotzen, die aber trotzdem ob ihrer Gutmütigkeit wertgeschätzt werden.

Bei Gourmets ist auch dieses Fleisch durch die gut verteilte Fetteinlagerung (Marmorierung) und die feinen Muskelfasern sehr beliebt.

Galloway

Die robusten Galloways kommen ursprünglich aus Schottland und schon die alten Römer sollen das Fleisch dieser Rasse zu schätzen gewusst haben.

Ihr schwarzes bis hellbraunes Fell mit dem langen, lockigen Deckhaar und dem feinem, dichten Unterhaar ist perfekt für die kälteren Monate im Jahr und manchmal auch für das Hamburger Sommerwetter geeignet.

Die Rinder sind sehr friedfertig und äußerst genügsam. So fressen sie mit Brennnesseln oder Disteln sogar vieles was andere Rinder auf den Weiden stehen lassen würden.

Pinzgauer

Pinzgauer sind kastanienbraun oder schwarz mit einem typischen breiten weißen Streifen über den Rücken und dem Bauch. Wie der Name verrät, kommt diese Rasse ursprünglich aus der österreichischen Region Pinzgau.

Feinschmecker schätzen auch bei diesem Fleisch die ausgeprägte Marmorierung, was es so zart macht.

Man sollte zwar keine Lieblinge haben, aber Pebbels, die hier so frech ins Bild lugt, gehört unbestreitbar zu meinen Favoriten. So schlau und aufmerksam wie sie ist, hat sie mir schon manches Mal geholfen Kälber zum Stall zu bringen.

Grauvieh

Das Grauvieh gehört zu den ältesten Rinderrassen Österreichs. Es wurde ursprünglich sowohl als Milch-, als auch als Fleischrind gezüchtet.

Es hat eine vergleichsweise geringe Körpergröße und wird daher besonders gern in bergigen Gegenden gehalten. Jedes ausgewachsene Rind scheint eine andere Grauschattierung zu haben, nur die Kälber haben noch eine sehr helle Fellfärbung.