Zufriedene Rinder nahe der Alster

Um die 120 Rinder beweiden in soviel Zeit wie möglich die Wiesen und Weiden meines Hofes nahe der Alster – sie leben in zwei festen Familienverbände plus der dazugehörigen Nachzucht.

Die Herde hat einen festen Kern von ca. 50 Rindern, die nicht geschlachtet werden. Dazu zählen natürlich die Mutterkühe, die Zuchtstiere und ein paar besondere Schützlinge. Sie bilden den festen und beständigen Kern der Herde. 

Mit Little, einem Gallowaykalb, kam ich 2009 zu meinem ersten Rind. Ich habe ihn, knapp eine Woche alt, einem Landwirt abgekauft, da er kurz nach der Geburt getötet werden sollte - er war zu schwach und zu klein. Da auch ein Rind ungern allein ist, braucht er natürlich umgehend einen Spielkameraden und dann kamen im Laufe der Jahre weitere Tiere dazu.

 

Meine Rinder lassen sich in mehrere Gruppen aufteilen:

  • verschiedene Fleischrinderrassen, 
  • Mischlinge aus Fleischrindern und Wagyus sowie
  • reinrassige Wagyus
  • reinrassige Chianina
  • und ganz besonders : Mischlinge aus Chianina und Wagyu
  • seit neuestem gibt es auch Wasserbüffel - was sich aus der Bande entwickelt, weiss ich aber noch nicht

Zu den Fleischrindern gehören, neben den Wagyus, die Rassen Angus, Pinzgauer, ganz klassisch Schwarzbunte und Grauvieh. Die Herde ist eine wirklich bunte Truppe, auch wenn der Schwerpunkt bei der Nachzucht (- und damit bei den Schlachttieren -) auf Wagyumischlingen (50 % Wagyu und mehr) liegt.

Wagyu

Diese edle Rinderrasse kommt ursprünglich aus Japan. Auch der Name Wagyu bedeutet nichts anderes als "Japanisches Rind".

Wagyu-Fleisch ist von herausragender Qualität und mit einer sehr intensiven Marmorierung versehen. Das heißt, dass das Fett nicht punktuell verteilt ist, sondern das Muskelgewebe gleichmäßig durchzieht. 

Chianina

Neben der Schwerpunktsetzung auf die japanischen Wagyus, habe ich mich massiv in eine weitere Rasse verliebt, die Chianina.

Die Chianina sind die größte Kuhrasse der Welt und die älteste Rasse Italiens. Die porzellanweißen Riesen sind im wahrsten Wortsinn dünnhäutig. Ihre Haut ist viel dünner als bei anderen Rassen und ohne viel Unterhautfettgewebe, so dass Muskeln und auch Adern gut zu sehen sind. Sie sehen aus wie lebendiger, weißer Marmor.

Neben der dünnhäutigen Optik sind sie tatsächlich auch in ihrer Art „dünnhäutig“, also sehr sensibel und aufmerksam.

Deutsche Angus

Die Deutsch-Angus sind einfarbig schwarz oder rot mit einem langgestreckten, gut bemuskelten Körper. Die Beine sind im Vergleich dazu relativ kurz. Das macht die Angus-Rasse zu ziemlichen kompakten und kräftigen Rindern.

Bei Gourmets ist auch dieses Fleisch durch die gut verteilte Fetteinlagerung (Marmorierung) und die feinen Muskelfasern sehr beliebt.

Grauvieh

Das Grauvieh gehört zu den ältesten Rinderrassen Österreichs. Es wurde ursprünglich sowohl als Milch-, als auch als Fleischrind gezüchtet.

Es hatte ursprünglich eine vergleichsweise geringe Körpergröße und wurde daher besonders gern in bergigen Gegenden gehalten. Jedes ausgewachsene Rind scheint eine andere Grauschattierung zu haben, nur die Kälber haben noch eine sehr helle Fellfärbung in allen Cappuccino-Farben.

Pinzgauer

Pinzgauer sind kastanienbraun oder schwarz mit einem typischen breiten weißen Streifen über den Rücken und dem Bauch. Wie der Name verrät, kommt diese Rasse ursprünglich aus der österreichischen Region Pinzgau.

Feinschmecker schätzen auch bei diesem Fleisch die ausgeprägte Marmorierung, die es so zart macht.